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Hans-Jürgen Hans-Jür­gen schrieb am 14.09.2025 um 2:16
Pow­wow im Pfälzerwald?!

Das große Lager­feuer brannte mit zün­geln­den Flam­men und warf mäch­tige Schlag­schat­ten auf die angren­zen­den Bäume, die in tief­schwar­zer Nacht schein­bar zum Leben erweckt wur­den wie mond­be­schie­nene Rit­ter im Epping Forest. Der durch­drin­gende Geruch von bren­nen­dem Holz, knis­tern­den Schei­ten und wei­ßer Asche ver­brei­tete sich über den gan­zen Lager­platz um den mit sie­ben magi­schen Stei­nen begrenz­ten Feu­er­platz aus.

In einem alt­be­kann­ten Ritual von Stam­mes­häupt­ling Die­ter, der zusam­men mit dem dem Ältes­ten­rat sei­ner Sippe diese kul­tige Zusam­men­kunft initi­iert hatte, bega­ben sich alle auf eine eksta­ti­sche Reise zur Ver­ei­ni­gung mit den Geis­tern der Alt­vor­de­ren die­ser rhyth­mi­schen Musik. Diese Ahnen «decen­ded from the sky» und mani­fes­tier­ten sich in den Medi­zin­män­nern die­ses Pow­wows: Erik, Michael, Ralf, Ste­fan, Sven und Wolfgang.

Schnell legte sich eine trance­ar­tige Stim­mung über die ver­sam­melte Menge und man beob­ach­tete den Him­mel im Schein des Lager­feu­ers, kämpfte gegen die sich unkon­trol­liert aus­brei­tende Her­ku­les­staude und fühlte sich wie bei einem Tanz auf dem Vul­kan. Man war in einer Cinema Show mit sagen­haf­ten Gestal­ten, wie den zwei­ge­schlecht­li­chen Herm­aphro­di­ten vom Mount Ida oder der Lamia aus dem Unter­grund von New York.

Vor unse­rem geis­ti­gen Auge erschie­nen zöger­li­che Kriegs­her­ren aus Schott­land, Bil­der eines blut­rüns­ti­gen Bank­über­falls und von der ver­zwei­fel­ten Liebe eines schnell altern­den Jun­gen, gefan­gen in einer klei­nen Musik­box. Die über­bor­den­den Fei­er­lich­kei­ten fan­den ihre Höhe­punkte bei der Suche nach einer Mün­dung eines Flus­ses in Schott­land und dem psy­che­de­li­schen Auf­bruch in ein neues Jerusalem.

Aber auch die­ses Pow­wow hatte ein Endos! Und so muss sich nun die ver­sam­melte Gefolg­schaft gedul­den bis Frei­tag, 10.10.25, um 20:00 Uhr, bis im Rex in Bens­heim eine wei­tere ritu­elle Wür­di­gung insze­niert wird.

Hans-Jürgen 
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