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Hans-Jürgen Hans-Jür­gen schrieb am 02.02.2025 um 2:16
Sai­son­start 2025

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt und schon star­tet Giant
Hog­weed in die neue Kon­zert­sai­son. In der Black­Box in Sim­mer­tal fand
die Pre­mière der neuen Set­list für das Jahr 2025 statt.

So wie es sich gehört, gab ein reges Umkrem­peln der bisherigen
Song­rei­hen­folge. Eini­ges wurde gestri­chen, ande­res wie­der aus der
Ver­sen­kung geholt und natür­lich gab es auch «neue» Stü­cke für die
erwar­tungs­vol­len Fans der Band. Für mich per­sön­lich war vor allen
Din­gen der Beginn des zwei­ten Teils von gro­ßem Inter­esse, da ein Song
prä­sen­tiert wurde, der weder von Giant Hog­weed noch der Vorgängerband
jemals gespielt wurde: Ele­venth Earl Of Mar vom Gene­sis-Album Wind &
Wuthering.

In den Tagen vor dem Gig hatte ich dann doch hin und wie­der ein paar
mul­mige Momente zu über­ste­hen, da ich mich an den letztjährigen
Auf­tritt mit mei­nen hef­ti­gen gesund­heit­li­chen Pro­ble­men erinnerte,
wodurch ich damals vom zwei­ten Teil des Pro­gramms nur wenig
mit­be­kom­men hatte. Aber glück­li­cher­weise habe ich den Gig in diesem
Jahr gut über­stan­den und konnte mich voll und ganz auf die grandiose
Dar­bie­tung der Jungs kon­zen­trie­ren (im Gegen­satz zu der jun­gen Frau,
die im ers­ten Teil offen­sicht­lich einen Kreis­lauf­kol­laps hatte).

Neben den alt­be­kann­ten und immer wie­der gern gehör­ten Klas­si­kern, die
zum Stan­dard­pro­gramm der Band gehö­ren, gab es ein paar erfreuliche
Neu­zu­gänge in der Set­list zu ver­mel­den: Neben der Rück­kehr des
Kon­zer­t­o­pe­ners Wat­cher Of The Skies, war dies im ers­ten Teil des
Abends das oft­mals über­se­hene kleine Juwel Seven Stones und der
Longtrack The Battle Of Epping For­rest. Ein epi­scher 12-Minü­ter, der
in Gabri­els unnach­ahm­li­cher Art und Weise die Ban­den­kriege in dem
genann­ten Wald am Rande von Lon­don thematisiert.

Ja, dann kam nach der Pause end­lich der lang erwar­tete Moment: Die
Welt­ur­auf­füh­rung von Ele­venth Earl Of Mar! Auch eines dieser
unter­schätz­ten Meis­ter­werke, das 1976 kurz nach dem Abgang von Peter
Gabriel von dem ver­blie­be­nen Gene­sis-Quar­tett geschaf­fen wurde. Ein
musi­ka­li­sches Glanz­stück, das die Band kon­ge­nial umzu­set­zen vermochte!
Wenn man so will, eine Zusam­men­fas­sung der kompositorischen
Fähig­kei­ten der frü­hen Gene­sis, umge­setzt und in die Neuzeit
trans­por­tiert von den begeis­tert auf­spie­len­den Giant Hogweed.

Dass im wei­te­ren Ver­lauf des Abends noch sol­che Schwer­ge­wichte wie
Firth Of Fifth und Supper’s Ready gebo­ten wur­den, ver­steht sich von
selbst. Das erste eine Steil­vor­lage für die Soli von Michael und Ralf,
das zweite eine geschlos­sene und über­zeu­gende Team­ar­beit, mit einem
furio­sen und end­lo­sen Jeru­sa­lem-Schrei von Ste­fan zum Abschluss.

Im Zuga­ben­teil konnte man dann zumin­dest den Schluss­teil (Clo­sing
Sec­tion) von The Musi­cal Box hören. Ein­fach genial der Song und
irgend­wann wird er auch zur Gänze von der Band gespielt wer­den. Mit
einem gran­dio­sen The Lamia endete nach rund 160 Minu­ten reiner
Spiel­zeit ein denk­wür­di­ger Abend in der Black­Box. Herz­li­chen Dank für
eine gran­diose Performance!

Aber bereits in 2 Wochen steht schon der nächste Gig auf der Agenda:
Sams­tag, 15.02.25, Burg-Licht­spiele, Gins­heim-Gus­tavs­burg! Auch dies
wie­der eine Pre­mière, da weder die Band noch ich selbst diese
Ört­lich­kei­ten ken­nen. Man darf gespannt sein …

Hans-Jürgen 
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