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Hans-Jürgen Hans-Jür­gen schrieb am 13.10.2024 um 1:28
Sai­son­ab­schluss 2024 in der Scheuer

Jedes Ereig­nis geht ein­mal vor­über und so war der Gig von Giant Hog­weed in der Scheuer der Abschluss des Jubi­lä­ums­jah­res im Hin­blick auf 50 Jahre The Lamb Lies Down On Broadway.

Da bereits um 22:30 Uhr die Disco-Night in der Scheuer begann, musste die Set­list für die­sen Abend leicht gekürzt wer­den, da 2,5 Stun­den incl. Pause für den Vor­trag der Jungs natür­lich im Nor­mal­fall nicht ausreichen.

Aber auch unter die­sen beson­de­ren Bedin­gun­gen lief die Band zur abso­lu­ten Höchst­form auf und prä­sen­tierte einen bun­ten Strauß an Gene­sis-Klas­si­kern der 70er Jahre. Schwer­punkt war und blieb das letzte Album mit Gabriel-Betei­li­gung aus dem Jahr 1974 und der Geschichte von Rael im New Yor­ker Untergrund.

Nach eini­gen Songs aus die­sem Album zu Beginn der Show ging’s dann naht­los wei­ter mit wei­te­ren High­lights aus dem Gene­sis-Schaf­fen. Auch hier wurde wie­der ein­mal deut­lich, welch brei­tes musi­ka­li­sches Spek­trum Gene­sis in der Früh­phase dar­ge­bo­ten hat und dass Giant Hog­weed über­zeu­gend in der Lage ist, dies adäquat in die Neu­zeit zu über­tra­gen – sehr zur Freude des begeis­ter­ten Publi­kums, das die Band schein­bar auf Hän­den durch ihre fan­tas­ti­sche Per­for­mance trug.

Meine per­sön­li­chen Favo­ri­ten waren an die­sem Abend: Das emo­tio­nale The Lamia, ein ver­spiel­tes Dancing With Moon­lit Knight und natür­lich das ulti­ma­tive Gene­sis-Werk schlecht­hin Supper’s Ready. Ein Song, der mich immer wie­der beein­druckt und der sich mit der Apo­ca­lypse In 98 kurz vor Schluss zu einem regel­rech­ten musi­ka­li­schen Mons­ter auf­baut, das mit dem abschlie­ßen­den Jeru­sa­lem-Schrei von Ste­fan befrie­det wird. Welch eine Meis­ter­leis­tung der dama­li­gen Song­schrei­ber und der heu­ti­gen Musi­ker, die dies in Gän­se­haut­ma­nier auf­ge­führt haben!

Aber Supper’s Ready wird mir auch wegen der Wid­mung des Songs an Eli­sa­beth in Erin­ne­rung blei­ben, die vor ein paar Tagen ihren run­den Geburts­tag gefei­ert hat und als abso­lute Genesis-(Be)Kennerin bekannt ist. Als eben­sol­che enthusia­ti­sche Anhän­ge­rin von Giant Hog­weed war diese sym­pa­thi­sche Geste der Band mehr als verdient!

In der uri­gen Atmospähre der Scheuer ent­wi­ckelte sich ein Kon­zert, das die Band und das Publi­kum auf magi­sche Weise ver­band und so zu einem außer­ge­wöhn­li­chen Gesamt­erleb­nis für alle wurde. Da konn­ten auch der Gitar­ren­aus­fall bei Dance On a Vol­cano (der durch den Ein­satz der Dop­pel­hals­gi­tarre auf­ge­fan­gen wurde) und ein paar sound­tech­ni­sche Pro­bleme, die die Band selbst gar nicht wahr­ge­nom­men hatte, nicht für die Ein­trü­bung des Gesamt­bil­des sorgen.

Danke an eine pro­fes­sio­nell auf­spie­lende Band, die ihren sym­pa­ti­schen Sta­tus wie­der ein­mal gefes­tigt hat. Nicht umsonst wurde Giant Hog­weed über­schwäng­lich gefei­ert an die­sem Abend. Am Ende fiel die leicht gekürzte Set­list dann über­haupt nicht mehr ins Gewicht.

Man darf gespannt sein auf die wei­tere Ent­wick­lung der Band im neuen Jahr und die musi­ka­li­sche Aus­rich­tung 2025. Der nächste Gig ist dann am 01.02.25 in der Black­Box im Sim­mer­tal, bei dem dann wohl das eine oder andere Geheim­nis gelüf­tet wird. Es bleibt spannend …

Hans-Jürgen 
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