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Hans-Jürgen Hans-Jür­gen schrieb am 01.09.2024 um 2:32
Same pro­ce­dure as last year? Same pro­ce­dure as every year!

Es ist wie jedes Jahr seit 2016: Der Som­mer zeigt sich noch­mals von sei­ner schöns­ten Seite, aber der nahende Herbst steht schon war­tend vor der Tür. Dies ist der Zeit­punkt im Jahr, an dem im idyl­li­schen Wer­ners­berg in der Süd­pfalz die alt­be­kann­ten Gene­sis­werke erklingen.

Ein mitt­ler­weile ver­trau­tes Ritual, das bei der rus­ti­ka­len Hütte mit­ten im Wald durch den Ein­satz von Die­ter und sei­ner Truppe von Jahr zu Jahr wie­der statt­fin­det. Man kann sagen, ein fast inti­mes Tref­fen der Gene­sis­freunde, die von Giant Hog­weed musi­ka­lisch kom­pe­tend durch den Abend geführt wurden.

In Anbe­tracht des 50. Jubi­lä­ums von The Lamb Lies Down On Broad­way ist die­ses Kon­zert­jahr natur­ge­mäß nah an die­sem letz­ten Stu­dio­al­bum zusam­men mit Peter Gabriel ange­legt. So bestand der erste Teil des Auf­tritts fast nur aus Stü­cken die­ses Albums (10 Songs), ledig­lich Supper’s Ready ver­voll­stän­digte zusätz­lich noch die Set­list vor der Pause. Wobei ich zuge­ben muss, dass ich immer noch etwas damit frem­dele, dass die­ser Song bereits im ers­ten Teil dar­ge­bo­ten wurde … dies tut aber dem musi­ka­lisch abso­lut breit gefä­cher­ten und über­aus inter­es­san­ten ers­ten Teil wahr­lich kei­nen Abbruch! Ich muss sogar zuge­ben, dass mich die letz­ten 10 Minu­ten von Supper’s Ready emo­tio­nal so rich­tig gepackt haben.

Natür­lich ging die Reise durch die Früh­phase von Gene­sis im zwei­ten Teil des Gigs ein­drucks­voll wei­ter: Neben den Fan-Lieb­lin­gen I Know What I Like (in der erwei­ter­ten Live-Ver­sion) und After­glow, gab es auch den ele­gi­schen Instru­men­tal­ti­tel In That Quiet Earth und ein Firth Of Fifth, bei dem Michael und Ralf mit ihren ein­zig­ar­ti­gen Soli glän­zen konn­ten. Klasse!

Nach dem abschlie­ßen­den Kraft­akt mit The Cinema Show ging’s in die lange Zugabe: Der unver­wüst­li­che Live-Dop­pel­pack von Dance On A Vol­cano und Los Endos durfte nicht natür­lich nicht feh­len. Den Schluss­punkt sollte eigent­lich dann der älteste Song des Abends set­zen: The Knife! Aber die Jungs haben zum Abschied sogar noch den alten Gas­sen­hau­ser von den Tep­pich­krie­chern ausgepackt …

Für mich per­sön­lich war es numehr end­lich die Mög­lich­keit, auch den zwei­ten Kon­zert­teil rich­tig inten­siv zu genie­ßen, da ich beim Gig in Sim­mer­tal an die­ser Stelle mit erheb­li­chen gesund­heit­li­chen Pro­ble­men zu kämp­fen hatte und beim Gei­sel­berg-Ter­min lei­der in Urlaub war.

Braucht es noch Worte zu der Band selbst: Wohl kaum, da jeder hören und sehen konnte, was die Band für eine unbän­dige Ener­gie, über­bor­dende Spiel­laune und abso­lu­tes Kön­nen an den jewei­li­gen Instru­men­ten zu bie­ten hat! Zumal im Publi­kum viele Wie­der­ho­lungs­tä­ter waren, die genau aus die­sem Grund immer wie­der der Band ihre Auf­war­tung machen. Dies allein spricht schon für sich! Qua­li­tät setzt sich ein­fach durch! Und des­halb darf man sich froh und glück­lich schät­zen, wenn man die Chance hat, dies alles live mit­er­le­ben zu können.

Also: Ein tol­ler Abend, mit fan­tas­ti­scher Musik (und mehr als 3 Stun­den rei­ner Spiel­zeit) und einer Band, die von ihren Fans mit wah­ren Ova­tio­nen über­schüt­tet wurde. Danke an alle für einen wirk­lich emo­tio­na­len Abend!

Der nächste Auf­tritt steht schon vor der Tür (aller­dings ohne mich): Der im Juni wet­ter­be­dingt ver­scho­bene Auf­tritt auf dem Lem­berg (7 Eichen) fin­det am Sonn­tag (!), 15.09.24 um 19:00 Uhr (!) bei hof­fent­lich gutem Wet­ter in Affal­ter­bach statt.

Hans-Jürgen 
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