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Hans-Jürgen Hans-Jür­gen
13.09.2026 at  1:54
The same pro­ce­dure as last year? The same pro­ce­dure as every year!

Es ist Sep­tem­ber, die (zu) heiße Som­mer­zeit neigt sich lang­sam dem Ende zu und eine Schar Men­schen zieht es in den Pfäl­zer Wald. Klar, zu die­ser Jah­res­zeit machen sich viele Wan­ders­leut wie­der auf, um in der tol­len Land­schaft Ent­span­nung und Ruhe zu finden.

Doch warum zieht es alle in das idyl­li­sche Wer­ners­berg zu einem im Wald ver­steck­ten alten Sport­platz und einer uri­gen Holz­hütte unter uraltem Baum­be­stand? Ganz ein­fach: Die­ter hat geru­fen und zahl­rei­che Gene­sis-Fans und Wer­ners­berg-Wie­der­ho­lungs­tä­ter haben sei­nen Ruf erhört! Und so haben sich erneut alle Prog­Rock-affi­nen Musik­lieb­ha­ber mit­ten im Wald ver­sam­melt, um gemein­sam eine musi­ka­li­sche Zeit­reise in die legen­dä­ren 70er Jahre anzutreten.

Tra­di­tio­nell sorgt die fünf­köp­fige For­ma­tion Giant Hog­weed für den musi­ka­li­schen Rah­men des Abends. Ein­ge­bet­tet zwi­schen (unver­zicht­ba­ren) Klas­si­kern aus der Früh­phase von Gene­sis und wei­te­ren all­seits bekann­ten Wer­ken aus die­ser alten Zeit, haben sich aber klamm­heim­lich in die­sem Jahr ein paar außer­ge­wöhn­li­che und teil­weise ver­ges­sene Klein­ode in die Set­list ein­ge­nis­tet. Welch eine kluge Wahl der Band, die damit eine sel­ten erreichte, nach allen Sei­ten und Stil­rich­tun­gen offene Sicht­weise auf die alten Gene­sis ermög­licht hat.

Natür­lich gab es sol­che Schwer­ge­wichte wie The Musi­cal Box, Firth Of Fifth, The Cinema Show oder Supper’s Ready, das als Abschluss des regu­lä­ren Sets diente. Aber dane­ben galt es auch weni­ger bekannte Per­len zu bestau­nen: Ele­venth Earl Of Mar, White Moun­tain, Squonk, Hair­less Heart und Ralf’s Hori­zons auf der akus­ti­schen Gitarre.

Aber diese illus­te­ren Songs wären allein noch kein Erfolgs­ga­rant für ein außer­ge­wöhn­li­ches Hör­erleb­nis – dazu bedarf es auch ent­spre­chen­der Musi­ker, die diese zum Leben erwe­cken kön­nen! Nun, da muss man nicht bange sein! Giant Hog­weed wei­sen diese Kom­pe­tenz bei jedem Auf­tritt nach! Es ist all­ge­mein aner­kannt, dass die Band mit ihren ruhi­gen, kon­zen­trier­ten und hand­werk­lich abso­lut über­zeu­gen­den Dar­bie­tun­gen eine Aus­nah­me­stel­lung im Bereich der Tri­bute-Bands von Gene­sis dar­stel­len. Es gibt in die­sem Bereich gemein­hin keine andere For­ma­tion, die ihnen auch nur annä­hernd das Was­ser rei­chen kann. Wohl dem, der einen Abend vol­ler Emo­tio­nen mit die­ser sym­pa­thi­schen Truppe ver­brin­gen kann.

So ver­wun­dert es wenig, dass die Band auch an die­sem Abend vom Publi­kum «auf Hän­den getra­gen» wurde und die Begeis­te­rung kaum Gren­zen kannte. Vor allen Din­gen hatte Ste­fan wie­der unglaub­li­che und erstaun­li­che Geschich­ten zu den Songs auf Lager. So bog Giant Hog­weed dann letzt­lich mit der Zugabe Dance On A Vol­cano und dem obli­ga­to­ri­schen Los Endos auf die Ziel­ge­rade eines denk­wür­di­gen Auf­tritts in Wernersberg.

Danke an Die­ter & Team für die per­fekte Orga­ni­sa­tion und Giant Hog­weed incl. Wolf­gang für ein musi­ka­li­sches Spektakel!

Nun ste­hen ab Ende Okto­ber drei Kon­zerte inner­halb von nur drei Wochen für die Jungs an. Da gilt es noch­mals Gas zu geben bis zum Jah­res­ab­schluss. Der nächste Gig ist am Sams­tag, 31.10.26, im M8 in Mainz. Bis dann!

Hans-Jürgen 
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