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Hans-Jürgen Hans-Jür­gen schrieb am 14.03.2026 um 0:33
Sai­son­start 2026

Nach einer rund 5‑monatigen Pause gab es für Giant Hog­weed gleich meh­rere Pre­mie­ren zu fei­ern: Zuerst natür­lich der Sai­son­start 2026 mit einer brand­neuen Set­list, zudem der erste Auf­tritt im hei­mat­na­hen Con­cress Cen­ter Ram­stein (CCR) und erst­mals in der Geschichte von Giant Hog­weed und der Vor­gän­ger­band feste num­me­rierte Sitzplätze.

In ers­ter Linie war logi­scher­weise die neue Set­list von gestei­ger­tem Inter­esse. Und man darf sagen, dass diese wie­der einen per­fek­ten Blick auf die Früh­phase von Gene­sis gewor­fen hat. Zudem konnte die Band mit eini­gen unge­wöhn­li­chen Songs über­ra­schen und das legen­däre Tafel­sil­ber wurde natür­lich auch nicht ver­ges­sen. Durch die Größe der Loca­tion kamen auch wie­der die Bil­der zu den ein­zel­nen Songs auf der gro­ßen Lein­wand zum Einsatz.

Unge­wöhn­lich gleich der Beginn: Kein Wat­cher Of The Skies oder The Lamb Lies Down On Broad­way, son­dern Ele­venth Earl Of Mar. Eine erste Über­ra­schung! Mit The Knife und White Moun­tain wurde danach aus dem frü­hen 1970er Album Tre­s­pass zitiert, das land­läu­fig eher unter dem Radar von vie­len Gene­sis-Fans läuft, das aber durch­aus einige Per­len zu bie­ten hat. Ins­be­son­dere White Moun­tain hat mich sehr erfreut, da es schon einige Zeit auf mei­ner Wunsch­liste stand.

Dann der nächste Knal­ler: Das kom­plette The Musi­cal Box (auch von mei­ner Wunsch­liste). Ein Gän­se­haut-Song, der durch die ver­schie­de­nen Dyna­mik­wech­sel begeis­tert und in einem furio­sen Finale endet. Ganz gro­ßes Kino! Für mich der emo­tio­nale Höhe­punkt des Abends!

Unver­meid­bar und defi­ni­tiv alter­na­tiv­los: Firth Of Fifth – ein musi­ka­li­scher Genie­streich, der Michael und Ralf die Chance bot, ihr Kön­nen an den jewei­li­gen Instru­men­ten ein­drucks­voll unter Beweis zu stellen.

Nach 2 kür­ze­ren Wind & Wut­he­ring Songs (… In That Quiet Earth und After­glow) ging’s zum Abschluss von Teil 1 ins Auto­kino. The Cinema Show mit dem unglaub­li­chen instru­men­ta­len Schluss­teil und einem Erik, der die Wände des CCR mit sei­nem Schlag­zeug­spiel erzit­tern ließ.

Kraft­vol­ler Beginn nach der Pause: The Squonk von A Trick Of The Tail. Anschlie­ßend küm­merte sich Giant Hog­weed mit 4 Songs inten­siv um The Lamb Lies Down On Broad­way. Zuerst mit dem wun­der­schö­nen, fra­gi­len Hair­less Heart, danach The Light Dies Down On Broad­way und Riding The Scree aus dem End­teil des Albums. Abschlie­ßend ein vir­tuo­ses The Lamia, mit einem Ste­fan in Bestform.

Was dann kom­men musste, war klar: Supper’s Ready! Aber als wei­tere Über­ra­schung holte Ralf erneut seine akus­ti­sche Gitarre heraus und spielte die «Ein­lei­tung» dazu: Horizon’s. Schön, das nach vie­len Jah­ren mal wie­der zu hören! Eine Hackett’sche Glanz­tat mit klas­si­schen Ein­flüs­sen. Ja, dann ging’s los: Zwei­fel­los das Meis­ter­werk der frü­hen Gene­sis! Die Viel­zahl der Ideen, die in die­sen rund 25 Minu­ten unter­ge­bracht sind, ist unglaub­lich und Sven, Erik, Michael, Ralf und Ste­fan haben Supper’s Ready regel­recht zele­briert. Eine emo­tio­nale Ach­ter­bahn­fahrt mit einer durch­drin­gen­den Apo­ca­lyse In 98 und einem lan­gen Ruf nach Jeru­sa­lem am Ende. Danach war dann im wahrs­ten Sinne des Wor­tes Schluss – stei­gern konnte man sich schließ­lich nicht mehr!

Die Zugabe aus Dance On A Vol­cano und Los Endos wurde in Seconds Out Manier gespielt, inklu­sive einem Drum-Solo von Erik. Ein kna­cki­ger und mit­rei­ßen­der Schluss­punkt! Danke an die Band und Wolf­gang an den Reg­lern, für diese unge­wöhn­li­che und mutige Set­list, die zeigt, dass sich Giant Hog­weed bei den vie­len Tri­bute-Bands von Gene­sis in einer unan­ge­foch­te­nen Spit­zen­po­si­tion befin­det. Wohl dem, der sol­che Musi­ker in den Rei­hen hat und diese Musik wirk­lich im Blut!

Bereits in 2 Wochen steht schon der nächste Gig an: Am Sams­tag, 28.03.26, wird Giant Hog­weed in der Black­Box in Sim­mer­tal spie­len. Man sieht sich …

Hans-Jürgen 
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